HÖHERE GEWALT – eine fünf mit fünfzehn nullen

Im Oktober 2018 machte ich eine Reise an die deutsche Nordseeküste. Dort fand ich etwas Weißes. Es war der Anfang dieser Arbeit, die versucht das Verhältnis von Mensch und Natur zu verstehen. Dabei ist eine Sammlung an Beobachtungen und Bildern entstanden, welche in ihrer Verbindung und Zusammenführung das Dilemma der Möglichkeiten widerspiegelt, dass fast jede Entscheidung zu einer Ökologischen geworden ist. Der Mensch schadet sich selbst, indem er die Natur ausbeutet. Wir sind an dem Punkt angelangt, an dem wir die negativen Auswirkungen dieses Handelns in voller Konsequenz zu spüren bekommen. Höhere Gewalt ist jetzt menschengemacht und Verlust, der durch die Folgen der Klimaveränderung entsteht, wird in Zahlen ausgedrückt. Wenn wir anfangen uns wieder mehr als Teil der Natur zu begreifen, wäre ein erster Schritt zur positiven Veränderung kapitalistisch geprägter Wachstumsgesellschaften getan. Vielleicht endet diese Arbeit an dem Punkt, an dem eine Entscheidung getroffen werden muss und deshalb möchte ich zum Schluss das Weiße an euch weitergeben und das, wofür es steht.

Raumarbeit, 3-Kanal-Video-Projektion, Stoffbahnen, Holzstühle, Sound, Leuchtkasten,
Zeitung, Ausstellung: ‚HÖHERE GEWALT – eine fünf mit fünfzehn nullen‘ Weißes Haus, Halle
2019

Foto: Nora Manthei
Foto: Nora Manthei
Foto: Nora Manthei
Foto: Nora Manthei
Foto: Nora Manthei
Foto: Nora Manthei

Wandversion für die Ausstellung ‚I ENGINEER‘

3 gerahmte Inkjet-Prints in MDF-Rahmen (erste Papierschicht abgetragen),
OSB–Platten mit tapezierten Texten, Acryl auf Wand
Werkschauhalle, Spinnerei Leipzig
2019

Foto: Nora Manthei
Ausstellung: I ENGINEER, Werkschauhalle, Spinnerei Leipzig
Foto: Nora Manthei

Foto: Nora Manthei

Veröffentlichung im HANT-Magazin für Fotografie

Foto: Nora Manthei
Foto: Nora Manthei